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CDU Frühjahrsempfang

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Alex Saftig begann politische Karriere in der Pellenz

CDU-Frühjahrsempfang - Neue Sporthalle war Thema

PLAIDT. Die CDU Pellenz hatte mit dem CDU-Ortsverband Plaidt gemeinsam zum Frühjahrsempfang eingeladen. Zahlreiche Mitglieder und Bürger waren in den Gasthof zur Krone gekommen, um Landratskandidat Dr. Alexander Saftig besser kennen zu lernen. Alex Saftig stellte sich dem Publikum vor und begann mit seiner Zeit als JU-Vorsitzender der damaligen Verbandsgemeinde Andernach-Land, dem ersten Schritt seiner politischen Karriere.
 
Zuvor hatte Ortsvorsitzender Rudolf Mürtz die Gäste begrüßt, unter ihnen zahlreiche Vertreter der Vereine und Nachbarschaften. Alexander Saftig wuchs in Saffig aus, ist somit ein echter Bürger der Pellenz. Seine Eltern waren ebenfalls zum Empfang gekommen. Beide leben noch heute in Saffig. Nach Abitur und Wehrdienst, studierte Alexander Saftig Jura. Seit März 1997 ist er Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel.
 
Der Landratskandidat sprach über seine Ideen und Vorstellungen. Saftig setzt sich dafür ein, die Grundschule vor Ort zu erhalten. Nach dem Motto „kleine Beine, kleine Wege", will er den Kindern lange Fahrten zur Schule ersparen. Es gebe auch kein Denkverbot für die CDU vor Ort. Wenn die Pellenz eine Integrative Gesamtschule für die richtige Schulform halte, dann werde die Entscheidung der CDU Pellenz auch unterstützt. Der Kreis habe den Antrag auf Einrichtung der Schulform an der Regionalen Schule bereits befürwortet, so Alexander Saftig.
 
Saftig steht für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Er sieht die Entwicklung des Themas „Familienfreundlichkeit in den Unternehmen der Region" als wichtigen Standortfaktor an. Saftig möchte den weiteren Ausbau von Krippen- und Hortplätzen sowie Ganztagskindergartenplätzen fördern und eine weitere Flexibilisierung der Öffnungszeiten in Kindertagesstätten erreichen. Wichtig sind ihm auch die flächendeckende Einrichtung einer Tagespflegebörse mit einem umfangreichen Angebot von Tagesmüttern und -vätern zur Betreuung von Kindern auch zu unkonventionellen Zeiten.
 
„Familienpolitik hört nicht bei Familien mit Kindern auf. Wir wollen eine aktivierende und sorgende Seniorenpolitik. Neue Lösungen und Denkansätze sind gefragt - für die mitten im Leben stehenden „fitten Alten" und die auf unsere Hilfe angewiesenen Schwächeren", erklärte Alex Saftig.
 
Saftig verdeutlichte auch, wie wichtig die Wirtschaftsförderung eines Kreises ist. Die Pellenz nannte er als Paradebeispiel für gelungene Wirtschaftspolitik. „Gerade hier hatten wir ein lokales Problem mit der Monostruktur, der Bau-Steine-Erden-Industrie." Eine Arbeitslosigkeit von mehr als 15 Prozent sei mit der Strukturpolitik von Lambert Mohr und Landrat Dr. Georg Klinkhammer bekämpft worden. Heute sei die Region ein unabhängiger und vielseitiger Wirtschaftstandort. Die Arbeitslosenquote liege heute zwei Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, erklärte Saftig.
 
Georg Moesta, Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, berichtete über die Ortspolitik und bezeichnete die Fertigstellung der neuen Sporthalle an der Grundschule als „wichtigste Botschaft in diesem Jahr". „Die Sporthalle ist allerdings - glaubt man der SPD-Fraktion - mit ein Grund für die finanziell verfahrene Situation der Ortsgemeinde", so Moesta. Der Haushalt hat ein Gesamtausgabevolumen von 8,7 Mio. Euro und einen Fehlbetrag im Teilbereich Verwaltung von knapp 0,5 Mio. Euro. „In dieser Höhe wird also mehr Geld ausgegeben als eingenommen, ohne das Werte geschaffen werden", erklärte Georg Moesta. Zudem sei die Kreditaufnahme mit 2,4 Mio. Euro erneut höher als im Vorjahr. „Der sich nach dem Willen des Ortsbürgermeisters und seiner SPD ergebende Schuldenstand auf den 31.12.2008 mit über 10,2 Mio. und einer pro Kopf Verschuldung von 1.721,28 Euro/ Einwohner wäre neuer Rekord - so übertreffen die SPD und der von ihr gestellte Ortsbürgermeister die uns in der Wahlperiode 2004 vorgehaltene Verschuldung nach 2006 und 2007 erneut", monierte der Fraktionsvorsitzende.
 
Die Zuschüsse für den Bau der Sporthalle von Land und Kreis fließen in den Jahren 2007 bis 2009, insgesamt 540.000 Euro. Davon im Jahr 2009 280.000 Euro. Die Ausgaben werden jedoch abschließend in diesem Jahr getätigt, so dass den Einnahmen im Jahr 2009 keine Ausgaben in vergleichbarer Höhe mehr gegenüber stehen werden. Die CDU hat daher beantragt, die Zuschüsse als Sondertilgung zu verwenden, um den Schuldenstand wieder unter die 10 Mio. Euro zu drücken. Der Rat habe dem zugestimmt, so Moesta, der sich ausdrücklich bei Bürgermeister Klaus Bell und der Verbandsgemeinde bedankte, ohne deren Funktion als Bauherr keine Zuschüsse von Land und Kreis aus dem Schuletat fließen würden.
 
Zum Abschluss wurden Manfred Mürtz und Klaus Bell für 25-jährige Mitgliedschaft mit der bronzenen CDU-Nadel geehrt. Die CDU gratulierte außerdem Günter Mosen, der vor wenigen Tagen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden ist.
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