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Gesundheitssystem ist eines der besten

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CDU-Generalsekretär Rosenbauer referierte in Plaidt

Als eines der besten, wenn nicht sogar das beste der Welt, bezeichnete Dr. Josef Rosenbauer, Generalsekretär der CDU Rheinland-Pfalz und stellvertretender Vorsitzender der Landtagsfraktion das deutsche Gesundheitswesen beim jüngsten Stammtisch der CDU Plaidt. Dennoch gelte es jetzt, die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit dies auch so bleibe.
Landtagsabgeordnete Hedi Thelen, die Frauen-Union Plaidt und der CDU-Ortsverband hatten ihn eingeladen, vor interessierten Bürgern über das Thema „Sind wir noch gesund ? Erste Erfahrungen mit der Gesundheitsreform“ zu berichten.
 
Als Arzt und Geschäftsführer eines Krankenhauses, weiß Rosenbauer, wovon er spricht. Informativ und zu keinem Zeitpunkt langweilig verstand er es daher auch, den Anwesenden dieses schwierige Thema näher zu bringen. „Wir haben es geschafft, das deutsche Gesundheitswesen in den letzten zehn Jahren kaputt zu reden. Dabei sind zum Beispiel die Wartezeiten in den Arztpraxen egal ob gesetzlich oder privat versichert, hier in Deutschland ein Klacks im Vergleich zu anderen europäischen Ländern.“ Vielerorts werde das niederländische Gesundheitssystem gelobt. „Aber gehen Sie doch mal in die grenznah gelegenen deutschen Krankenhäuser, wieviel Holländer sie dort treffen!“
 
Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen sei zu einem großen Teil auf die teuren diagnostischen Möglichkeiten zurückzuführen. „80 % aller CT- oder Kernspin-Aufnahmen sind überflüssig, aber jeder Patient hat für sich den Anspruch, dass alle technischen Möglichkeiten ausgenutzt werden. Und dieser Anspruch muss finanziert werden.“ Diese Kostenexplosion ist nach Rosenbauers Überzeugung mit dem heutigen umlagefinanzierten Gesundheitssystem nicht zu bewältigen: „Es kann nicht funktionieren, dass immer weniger Menschen in das System einzahlen und immer mehr Leistungen abfordern. Hier muss ein kapitalgedeckter Stock aufgebaut werden.“ Nach seiner Überzeugung gilt es aber auch die Gesundheitskassen durch drei wichtige Maßnahmen zu entlasten: Erstens müsse Wettbewerb unter den Ärzten geschaffen werden, wenngleich keine komplett freie Marktwirtschaft im Gesundheitswesen möglich sei. Zweitens: Die Abrechnung von medizinischen Leistungen müsse transparenter werden. Er sprach sich dafür aus, auch gesetzlich Versicherten eine Rechnung auszustellen, um Abrechnungsbetrügereien zu begegnen und den Versicherten bewusst zu machen, was die einzelnen Leistungen kosten. Drittens plädierte er für die Einführung der elektronischen Patientenkarte, die nur in Verbindung mit dem Personalausweis Gültigkeit hat und ebenfalls Missbrauchsfällen vorbeugen könne.
 
Rosenbauer wies auch darauf hin, dass die Versorgung mit Ärzten gerade im ländlichen Raum immer schwieriger wird. „Eine Umfrage unter deutschen Ärzten hat Mitte August ergeben, dass 2/3 der Befragten sich vorstellen könnten ins Ausland zu gehen, weil dort die Verdienstmöglichkeiten einfach besser sind.“ Trotz Nacht- und Wochenenddienst und ihrer hohen Verantwortung verdienen Assistenzärzte in Krankenhäusern nicht viel, so dass es bereits Krankenhäuser gebe, die massive Probleme haben, Assistenzärzte zu finden. Dieser Ärztemangel an den Kliniken werde sich gerade auf dem Land in den nächsten vier bis fünf Jahren auch auf den niedergelassenen Bereich auswirken. „30 % aller Ärzte im Landkreis Mayen-Koblenz sind über 55 Jahre alt und werden Probleme haben, einen Nachfolger zu finden“, zeigte er die Situation auf.
 
 „Der Arztberuf muss wieder attraktiver werden. Wenn nicht bald etwas geschieht, werden evtl. 2009 die ersten Krankenhäuser auf dem Land schließen müssen“. Die Fusion des Kreiskrankenhauses St. Elisabeth Mayen und des Kemperhofs in Koblenz lobte er vor diesem Hintergrund als hervorragendes Beispiel dafür, wie Kommunalpolitiker die Weichen für die Zukunft richtig stellen.
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