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Politischer Aschermittwoch

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Schuldenabbau hat für die CDU Priorität
CDU Plaidt hatte zum politischen Aschermittwoch eingeladen

PLAIDT. Erstmals hatte die CDU Plaidt am Aschermittwoch zum Heringsessen eingeladen. Vorsitzender Rudi Mürtz, zugleich Kandidat für die Wahl zum Ortsbürgermeister, begrüßte mehr als 70 Mitglieder, Freunde und Unterstützer der CDU im Hotel Geromont.
 
Georg Moesta, Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion, kritisierte die Rekordverschuldung der Gemeinde. Die Verschuldung sei unter Ortsbürgermeister Anheier auf mehr als zehn Millionen Euro angestiegen. Allein in den letzten vier Jahren sei der Schuldenberg ohne den Neubau der Sporthalle um rund 1,5 Millionen Euro gewachsen. „Auf unseren Antrag hin ist beschlossen, dass in diesem Jahr 280.000 Euro Landes- und Kreiszuschüsse für die Sporthalle in eine Sondertilgung fließen, um den Schuldenstand wieder unter die Schwelle von zehn Millionen Euro zu drücken“, erklärte Moesta. 
 
„Auch deshalb braucht Plaidt den Wechsel“, appellierte Georg Moesta an die Gäste, Rudi Mürtz und die Kandidaten von „CDU und Freie Bürger“ zu unterstützen. Rudi Mürtz sei jemand, der Kompetenz auch aus seinem Beruf einbringe, über wirtschaftlichen Sachverstand verfüge und in der Lage sei, Mitstreiter einzubinden.
Nach dem Essen knüpfte Rudi Mürtz nahtlos an seinen Vorredner an. „Strenge Haushaltsdisziplin wird erforderlich sein, um von diesem hohen Schuldenberg wieder runter zu kommen. Jede Ausgabe muss sorgfältig überprüft werden, aber es darf keine wahllosen Streichungen geben. Ich will gemeinsam mit dem Rat klare Prioritäten setzen und auf Überflüssiges verzichten, um die Gemeindefinanzen zu sanieren. Ich möchte die Ortsgemeinde führen, wie ich auch 25 Jahre lang mein Büro geführt habe: kostenorientiert und nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen“, erklärte Rudi Mürtz.
Im Dezember hatte die CDU Plaidt eine Bürgerumfrage gestartet. Fast 200 Fragebögen seien zurückgekommen. „Die Ergebnisse fließen in unser Wahlprogramm ein“, so Mürtz. Neben der Haushaltssanierung sieht er einen Arbeitsschwerpunkt in der Familienfreundlichkeit der Gemeinde. „Ich möchte, dass unsere Kinder und Jugendlichen über das Instrument einer Spielleitplanung ihre Vorschläge für ein kinder- und jugendfreundliches Plaidt einbringen können“, sagte Mürtz. Auf Antrag der CDU soll die Gemeinde einen Geburtenwald ins Leben rufen. Eltern können dort einen Baum für ihren Nachwuchs pflanzen. Ehrenamtliche Berater sollen in Zukunft Familien und Senioren zur Verfügung stehen und zum Beispiel bei Anträgen und Behördengängen helfen.
 
„Die Unterstützung der Vereine wird fortgeführt werden. Wo immer es möglich ist, müssen ihnen die gemeindlichen Einrichtungen für ihre Arbeit in einem vernünftigen Zustand zur Verfügung gestellt werden“, betonte der Kandidat Rudi Mürtz. Neue Vermarktungswege für die Industrie- und Wohnbaugebiete will die CDU entwickeln und sich dabei besonders den Brachflächen am Ortsrand widmen. Die Dorfentwicklung soll mit dem seit Jahren geforderten Entwicklungskonzept angegangen werden. Auch hierbei will die CDU die Bürger einbinden. Um die in der Umfrage oft angesprochene Lärmproblematik wird sich die CDU kümmern und mit Landes- und Bundesbehörden sprechen. 
Das von der CDU seit 2003 vergeblich geforderte Nutzungs- und Vermarktungskonzept für die Hummerich-Halle soll für ein ausgeglichenes kulturelles Angebot sorgen. In Verbindung mit der Hummerich-Halle kritisierten Bürger in der Fragebogenaktion häufig auch die öffentliche Sicherheit. „Die Steigerung der öffentlichen Sicherheit ist unverzichtbar. Wir wollen dieses Thema mit einem umfassenden Konzept angehen“, sagte Mürtz.
 
„Es gibt viel zu tun – Packen wir es an! Auch in Plaidt gibt es viele Themen, die dringend angepackt werden müssen. Da sind Einzelkämpfer fehl am Platz. Ich sehe mich deshalb mehr als Mannschaftsspieler, ich möchte auf die Parteien im Gemeinderat zugehen und zum Wohl unseres Ortes gemeinsame Lösungen suchen. Ich bin froh darüber, dass mir dabei ein kompetentes Kandidatenteam zur Seite steht“, erklärte Mürtz zum Ende seiner Rede. Anschließend bestand Gelegenheit, mit den Kandidaten für die Wahl zum Ortsgemeinderat ins Gespräch zu komme und über das Wahlprogramm zu diskutieren.

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